Eine kleine Geschichte zum Besuchshund von Pepi

Hallo, ich möchte mich bei denen, die mich noch nicht kennen, kurz vorstellen:

 

Ich bin die Pepi eine stolze Deutsch/Drahthaarhündin und sehr, sehr lieb. Außerdem bin ich sehr verschmust und für alle Schandtaten zu haben. Um ein bisschen Abwechslung in mein eigentlich so abwechslungsreiches Hundeleben zu bringen, kam mir eines Tages die Idee, ich könnte doch mal den älteren Menschen eine Freude bereiten. Da ich für jede Streicheleinheit und für jedes noch so kleine Leckerchen immer zu haben bin, fand ich, dass das ein guter Einfall war. Mein Herrchen – Ingo Weber – sprach dann mal in dem Altenpflegeheim Vogelsang vor und meine Idee kam auch dort sehr gut an. In diesem Altenpflegeheim leben viele ältere Menschen, die in ihrer Vergangenheit auch mal einen so lieben Partner hatten, wie ich es bin. Bei meinem ersten Besuch dort, wurde ich von fünf ganz, ganz lieben Menschen erwartet. Welche saßen im Rollstuhl und es gab sogar welche, die kaum noch ihre Hände bewegen konnten. Das war jetzt eine richtige Aufgabe für mich. Ich wollte Freude bereiten und vielleicht auch Erinnerungen wachrütteln. Für mich war es nicht schwer, denn wer mich einmal sieht, der ist begeistert von meiner so lieben netten Art. Ich fieberte schon auf die vielen Leckerchen hin und vor allem auf die Streicheleinheiten, die mir von den netten Leuten gegeben wurden. Beim zweiten Besuch waren – glaube ich – nicht nur die netten Leute aufgeregt, sondern auch ich. Jetzt kannte ich ja schon einige und als ich dann in den für uns abgeteilten Raum kam, war ich freudig überrascht, dass es eine ganze Menge Leute mehr waren, als beim ersten Besuch. Es hatte sich also mit mir schon herumgesprochen und ich muss wohl einen guten Eindruck hinterlassen haben. Eines meiner leichtesten Übungen. Es freut mich so, wenn ich den Menschen dort eine Freude bereiten kann. Die lachenden Gesichter und die Geschichten überwältigen mich jedes Mal. Bei jedem Besuch dort,  werden es mehr Leute, die sich gerne mit mir beschäftigen wollen. Auf den Sommer freue ich mich auch schon, denn dann können wir alle zusammen in den Park. Meiner besten Freundin Mel und dem kleinen Louis habe ich von der ganzen Aktion erzählt und die beiden wollten mich tatkräftig unterstützen. Also nahm ich die beiden und auch Frauchen Andrea mal mit. Das war ja vielleicht aufregend, vor allem für den kleinen Louis, der ist ja noch ziemlich jung und muss noch einiges lernen. Aber stellt euch mal vor, als er nach dem ersten Besuch im Altenpflegeheim nach Hause kam, war für ihn nur noch Schlafen angesagt. Ja, ja, die kleinen Racker. Wollten überall mit der Nase dabei sein. Den beiden hat es auch sehr gut gefallen. Die wollen jetzt auch immer mit. Da muss ich aber aufpassen, dass die beiden mir die Show nicht stehlen. Denn eigentlich bin ich ja die Hauptattraktion und will es auch bleiben, schließlich hatte ich die Idee. Ich hoffe, dass wir alle noch recht viele Zusammentreffen haben und ich vielen damit eine Freude bereite.