Das ist der Bericht in der RGA-Wermelskirchen vom 25.07.2011

 

Senioren aus der Stockder-Stiftung besuchen Hundefreunde


Von Michael Albrecht


Auf den Ausflug hat sich Marga Wiebel schon seit Tagen gefreut. Am Samstag besuchten neun Bewohner der Remscheider Stockder-Stiftung die Hundefreunde Wermelskirchen auf deren Vereinsgelände in Unterstraße.

 

 

"Wir hatten früher immer zwei Dackel", erzählt die alte Dame und freut sich gemeinsam mit Emeli Krebs (6) auf das Erlebnis mit den Vierbeinern und deren Besitzern.

 

Für die 83-Jährige und die anderen Gäste war es ein Besuch bei alten Bekannten. Den seit geraumer Zeit sind die Hundefreunde regelmäßig mit ihren Tieren in der Remscheider Einrichtung und bringen so einmal die Woche Abwechselung in den Heimalltag. Die Senioren möchten die Tierbesuche nicht missen und verteilen immer reichlich Streicheleinheiten, mit denen sie die Tiere verwöhnen.

 

"Die Bewohner freuen sich immer tierisch, wenn der Hundebesuch kommt", weiß auch Maria Hainbuch vom sozialen Dienst der Einrichtung. Der Umgang mit den Hunden wirke sich sehr positiv aus. "Das hat einen therapeutischen Effekt. Die Leute sind konzentrierter und viel ruhiger", ist ihre Beobachtung.

 

Für die Senioren war es der erste Besuch bei den Hundefreunden in Unterstraße. Die hatten für ihre Gäste ein kleines Programm auf die Beine gestellt. Gemeinsam mit dem Remscheider Hundetrainer Andreas Wirth von der Hundeschule "Dog Coaching" zeigten die Vereinsmitglieder, wie gut das Miteinander von Mensch und Tier funktioniert. Dabei ging es weniger um Kunststückchen, sondern um den Grundgehorsam wie Sitz, Platz und Fuß.

 

Dinge, die die 39 Hunde und Besitzer alle 14 Tage unter der Anleitung des Hundetrainers üben. Das Ziel sei bei den Treffen, auch das Sozialverhalten der Tiere zu verbessern, erklärt Vereinsvorsitzender Ingo Weber, der unterstreicht, wie wichtig eine gute Hundeerziehung ist. "Ein Hund muss auch hören."

Dass ist besonders wichtig bei den Seniorenbesuchen, sagt Andreas Wirth, der mit seinem Hund bei den Heimbesuchen regelmäßig mit der Partie ist.

 

"Der Hund muss dabei immer wieder positive Bestätigungen bekommen", erklärt der Fachmann. Denn es könne durchaus passieren, dass die Tiere von den alten Leuten schon mal gekniffen würden. Das dürfe bei den Tieren nicht als negatives Erlebnis haften bleiben.