Weihnachtsfeier 2011 Hundefreunde -Wermelskirchen
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Nun wieder eine Pressemitteilung vom Verein im RGA am 01.03.2010
Hundefreunde finden Bleibe
Von Hartmut Engelbrecht
Frauchen und Herrchen waren eindeutig in vielbeiniger Überzahl, denn nur Stefanie Bours hatte Samstag ihre beiden Dalmatiner zum monatlichen Treffen der Hundefreunde Wermelskirchen e.V. in die Gaststätte "Zur Straße" mitgebracht. Dabei war die beste Nachricht des Abends von großem Interesse für die 19 Vierbeiner, die dem jungen Verein angehören, der in diesen Tagen sein Einjähriges feiert.
Ein aufmerksamer Leser des WGA hatte sich nach der Lektüre des Artikels vom 4. Januar beim Vereinsvorsitzenden Ingo Weber (Unterstraße) gemeldet und ihm das ersehnte Gelände angeboten. Sobald das Wetter es zulässt, können die Hundefreunde damit beginnen ein rund 1 800 Quadratmeter großes Terrain in Töckelhausen einzuzäunen.
Weil der großzügige Eigner auch die Mitnutzung eines angrenzenden Gebäudes gestattet, können die Mitglieder sich den Bau einer Hütte ersparen. Nach dieser Einstimmung, die zudem nicht die letzte gute Nachricht war, ließen sich die unterhaltsam von Ingo Weber aufgeppten weiteren Programmpunkte gut "abarbeiten". Der Vereinsvorsitzende legte pünktlich zum Einjährigen ein üppig bebildertes Jahrbuch vor, dass umso erschwinglicher wird, je mehr Hundefreunde sich zum Kauf entschließen. Das vorgelegte Einzelstück stieß zumindest auf reges Interesse.
Neu war auch der präsentierte Autoaufkleber mit dem Emblem-Fiffi und der Internetadresse des Vereins. Melanie Fischer, Angestellte in einer Wermelskirchener Apotheke, konnte eine Top-Nachricht drauflegen: Ihr Chef bietet dem Verein einen Rabatt von 15 Prozent beim Kauf von allen nicht rezeptpflichtigen Tiermedikamenten an.
Auf großes Interesse stieß der ausführliche und mit vielen Bildern unterlegte Bericht von Ines Lanze, die vom 9. bis 15. Februar von Trier aus einen Hilfstransport der dort ansässigen Organisation "Tierwald Ungarn e.V." begleitete, zu dem auch die Wermelskirchener Hundefreunde etliches an Körben, Decken und Hundefutter beigesteuert hatten. Ziel der gut 13-stündigen Fahrt ins kroatische Cakovec war die Tierauffangstation Prijatelij, die noch um ihre staatliche Anerkennung als Tierheim kämpft, um an Fördergelder zu kommen.
Die während Ines Lanzes Aufenthalt anwesenden Prüfinspektoren verlangen als Voraussetzung eine komplette Einzäunung des riesigen Geländes, das dann auch keine Veränderungen mehr erfahren darf. Weil aber das Hauptgebäude mit Büro, Kühlhaus und Quarantänestation noch nicht fertig ist, ist derzeit an eine Anerkennung nicht zu denken.
Zudem nutzen die Arbeiter einer angrenzenden Fabrik einen über das Gelände führenden Weg als kürzeste Verbindung zu ihrem Arbeitsplatz und die Verantwortlichen der Tierstation fürchten, dass bei einer Kappung dieses Weges durch Einzäunung sich die Aggressionen der Arbeiter gegen die Tiere richten werden.
Da wird viel Überzeugungsarbeit in Richtung aller Beteiligten notwendig sein, um den Fortbestand für die aktuell 300 Hunde, 40 Welpen und 20 Katzen zu sichern, die von nur drei Angestellten aufopferungsvoll betreut werden und - so Ines Lanze, die während ihres Aufenthaltes kräftig anpackte - in einem guten Zustand sind.
Für die nahe Zukunft hat sich der junge Verein viel vorgenommen. Im März steht eine Wanderung in der näheren Umgebung an und im Mai oder Juni geht es für zwei Tage mit Kindern - jüngstes Mitglied ist die am 28. Dezember 2009 geborene Luisa Sophie Schwarz - nach Holland.
Außerdem sind erste Gespräche von Ingo Weber mit dem Haus Vogelsang positiv verlaufen, um dort mit Besuchshunden den Bewohnern die Streichelnähe zu den verträglichen Vierbeinern zu ermöglichen.
Hier nun der zweite Zeitungsbericht im RGA vom 04.01.2010
"Die Rasse spielt für uns überhaupt keine Rolle", sagt Ingo Weber: "Wir wollen nur mit unseren Hunden und untereinander viel Spaß haben." Am 28. Februar 2009 haben sich die Hundefreunde Wermelskirchen unter dieser Prämisse in einem Verein organisiert. Ingo Weber ist Vorsitzender, Ehefrau Angelika Schriftführerin, Lutz Lorenz 2. Vorsitzender und dessen Lebensgefährtin Andrea Mika Kassiererin.
Sieben Personen saßen bei der Gründung in der Gaststätte "Rausmühle" zusammen, mittlerweile zählt die Gemeinschaft 15 Zwei- und 17 Vierbeiner. Vom Collie bis zum Schäferhund ist ein bunter Mix vertreten, der sich prima versteht. Der Jüngste ist der elf Wochen alte Magyar-Viszla-Rüde Louis (Ungarischer Vorstehhund), die Älteste der 17 Jahre alte Rauhaardackel Tammy, eine betagte Dame, die noch voller Tatendrang steckt.
"So etwas hat in der Region gefehlt", meint Lutz Lorenz. Herrchen und Frauchen schätzen das lockere Miteinander, bei dem die Ausbildung eine Rolle spielt, ein strenges Reglement im Umgang mit ihren Lieblingen jedoch nicht vorgesehen ist. Die Idee entstand in einer Hundeschule in Rausmühle. "Es war eine nette Truppe, die sich sympathisch war", erinnert sich Stefanie Bours, Besitzerin von zwei Dalmatinern.
Die Chemie stimmte. "Wir gründen einen Verein. Das war zwar schnell gesagt, aber langsam getan", denkt Ingo Weber zurück. Das e.V. fehlt heute noch, soll aber den Hundefreunden bald ihre Gemeinnützigkeit bescheren. Einmal monatlich treffen sie am letzten Samstag (19 Uhr) in der Gaststätte "Zur Straße" in Unterstraße, unweit der Wohnung von Ingo Weber und seiner Frau Angelika.
Einmal im Monat unternehmen die Hundefreunde eine geführte Wanderung mit Einkehr. Zweimal waren sie schon in Echternach. Die 184 Kilometer lange Anfahrt hat sich gelohnt. "Denn die Luxemburger sind unheimlich hundefreundlich", findet Ingo Weber. Der Produktionslogistiker bei der Firma Vaillant erfährt in den täglichen Spaziergängen mit seinen drei Hunden Rocky, Peppi und Tammy den Ausgleich zu seiner Schreibtischtätigkeit.
In Gesellschaft macht es noch mehr Spaß. Wenngleich die Hundefreunde noch eingeschränkt sind. Gesucht wird dringend ein Vereinsgelände. 1 500 bis 2 000 Quadratmeter groß sollte die Wiese sein, die der Verein gerne in Eigenregie herrichten würde.
Einen 1,50 Meter hohen Zaun um das Areal würden die Mitglieder ziehen, ebenso eine Schutzhütte bauen. Mehrere Hundebesitzer, die für ihre Tiere Auslauf benötigen, haben schon begeistert signalisiert: "Wenn ihr ein Gelände habt, treten wir dem Verein sofort bei."
Die Hundefreunde möchten jedoch nicht nur Spaß haben, sondern helfen anderen. Ihre Bella hat Stefanie Bours über "Tierheim Ungarn". Das Trierer Hilfsprojekt bemüht sich, die katastrophalen Zustände in zwei Tierheimen in Nagykanisza (Ungarn) und Prijatelje (Kroatien) über viele Sachspenden zu lindern und Hunde von dort nach Deutschland in vertrauensvolle Hände zu vermitteln.
Ingo Weber und seine Mitstreiter sind dabei, einen Bully mit Materialien zu füllen. Holzkisten, die als Hütten für die Hunde dienen, Bettzeug, normale Decken und Hundeleinen wollen sie organisieren, im Februar von Wermelskirchen nach Trier bringen, wo alles in einen Lkw umgeladen und nach Kroatien transportiert wird. Vereinsmitglied Ines Lanze wird die Fuhre begleiten und hinterher über das Erlebte berichten.
Die Mitgliedschaft bei den Wermelskirchener Hundefreunden kostet fünf Euro (pro Hund) im Monat. Ist eine zentrale Anlaufstelle vorhanden, wollen sie die Geselligkeit über die Kneipenabende und Wanderungen hinaus intensivieren. "Eine Schnitzeljagd mit und ohne Hunde wird es auf jeden Fall geben", verspricht Ingo Weber. Eine Zwei-Tages-Tour ist 2010 ebenfalls in Planung.
Nähere Infos im Internet unter www.hundefreunde-wk.de" oder bei Ingo Weber, Unterstraße 58 a, 01 51 / 51 79 76 20 oder Lutz Lorenz, 01 51 / 240 33 794.
Hundefreunde Wermelskirchen